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Jahreshauptversammlung 2017

veröffentlicht um 05.02.2018, 11:00 von Thomas K.

Am 02. Februar fand unsere diesjährige Hauptversammlung statt. Eine geringfügige Statutenänderung wurde beschlossen
und der Vorstand neu gewählt. Alexandra ist auf eigenen Wunsch zurückgetreten. Davor ist der neue Präsident, Dieter jetzt Vizepräsident. 
Jacqueline und Thomas weiterhin Kassierin bzw. Schriftführer.

Rückblick 2017

veröffentlicht um 02.02.2018, 06:55 von Thomas K.   [ aktualisiert: 05.02.2018, 11:02 ]

Das Jahr 2017 liegt hinter uns. Und wie immer war es durchaus erfolgreich.

Der Saisonstart war diesmal recht zeitig, es begann in Steyr. Dass Indoorpaddeln nicht gerade unsere

 Schokoladenseite ist, war uns im Vorfeld schon klar… Immerhin halten unsere Mädels da gut mit,

 gegen die unbändige Kraft der ungarischen PaddlerInnen war allerdings auch kein Kraut gewachsen.

 Am Folgetag das 3 km – Rennen auf der Enns war natürlich schon etwas anderes. Leider nur 2 Teams

am Start, die Forelle und wir, wobei von uns noch einige im Forelle-Boot mitfuhren, damit die Boote

 mit gleich vielen PaddlerInnen besetzt sind. Eigentlich ganz gut voran, wurden bei der Wende viele

 Meter hergeschenkt, aber klar, ohne Kenntnis der Gewässertiefe an dieser Flachstelle kann das

 aufgrund von gebotener Vorsicht passieren. Somit ging es Kopf-an-Kopf zurück, niemand konnte sich

 absetzen. Und genau mit einem Kopf Vorsprung wurde das Rennen dann entschieden. Zu unserem

 Gunsten.

Dann natürlich der Schlössercup in Dresden, diesmal auch als Offene Sächsische

 Langstreckenmeisterschaft ausgeführt. Und was soll ich sagen? Durch einen zweiten Platz über 800

 m und einen dritten über 8000 m konnten wir gemeinsam mit den Ulmern den Sieg bei den

 Paddelwettkämpfen erringen. Und es kam noch besser. Bei den Dragolympischen Spielen, lief es

nahezu optimal, sodass der Gesamtsieg heraus sprang! Und damit nicht genug. Die Abwesenheit der

Seriensieger aus Witten und der vollste Einsatz vieler Teammitglieder, besonders auch einiger

 “Neulinge“, ließen das Undenkbare geschehen. Wir haben den Tresenpokal gewonnen! Und getanzt

 wurde, bis die Farbe der Schuhe durch den Staub nicht mehr erkennbar war.

Im Trainingslager, wieder am Weißensee, wurde die gesamte vorhandene Bootsflotte genutzt, um

 ordentlich Kilometer auf dem Wasser zu machen. Auch der eine oder andere Einzeltest wurde

 gefahren.

Die Vogalonga war zwar nicht ganz so gemütlich wir in den Vorjahren, immerhin waren wir als

 Armada mit vier Booten und PaddlerInnen aus Wien, Frankfurt und München dort, da geht das

 Familiäre schon etwas verloren, aber schön war es trotzdem. Diesmal war ich kurz vorm Aufgeben.

 Dazu muss man allerdings auch wissen, dass wir insgesamt 46 km gepaddelt sind.

 

Die Anreise nach Witten ist schon recht aufwändig, zumindest mit dem Zug, aber klar, irgendwann

 sollten wir da als Team schon auch einmal dabei sein. Ein riesiger Wettkampf. Freunde des Star Wars

Universums kamen diesmal besonders auf ihre Kosten. Jede Menge knappe Rennen in der Sport- und

Funsportklasse. Als Renngemeinschaft mit den Dresden Bulls und unserem Freund Steffen aus Halle

haben wir uns ganz gut geschlagen, auch wenn am Ende die berühmte Kopflänge gefehlt hat.

 

Unsere Pink Paddlerinnen haben ihre erste international besetzte Paddel-Veranstaltung organisiert,

welche im Rahmen des Drachenboot Cup Ost (Dank an Peter Widhalm für die Unterstützung)

 stattfand. Tolle Stimmung. Schöne Sache.

 

City Cup Berlin. Eine der am besetzten Regattan in Deutschland. Die Möglichkeit, mal echte

Topteams wie die Wannseas, die Hedgehogs, die Machdeburjer, die Seebären, Hannover Allsports,…

bei der Arbeit zu sehen. Und natürlich auch klar,  dass da nur ein Mittelfeldplatz für uns drinnen sein

sollte. Und genauso war es dann auch, über die  längeren Strecken mit weniger Teilnehmern eher

hinteres Mittelfeld. Aber super, eine  traditionsreiche Regattastrecke in schöner Umgebung und vom

Lagerplatz aus die gesamte Rennszenerie immer im Blick. Das Regenwetter am Freitag hat mich

allerdings zweifeln lassen, ob die  Entscheidung zu Zelten die richtige war...

 

Im Defereggental war ich diesmal leider nicht dabei, aber wie man so hörte, war es (natürlich) wieder

super. Das besorgt schon die spektakuläre Kulisse. Und vor allem auch erfolgreich. Es konnte knapp

 vor den Karolinern aus Berlin gewonnen werden.

 

Nach Dublin als Renngemeinschaft mit Conny’s Dinomites. Noch erfolgsverwöhnt vom Vorjahr waren

 wir diesmal nicht am Podest. Zwei solide 5. Plätze über 200 und 400 m. Aber in Dublin spielt

natürlich der touristische Aspekt die Hauptrolle. Oder? Habe durch Zufall übrigens mein erstes

Windhundrennen miterleben dürfen. Sehr viel mehr irische Lebensart geht vermutlich nicht.

 

Im letzten Moment wurde auch noch ein Boot zur Österreichischen Meisterschaft angemeldet. Da

 einige LeistungsträgerInnen fehlten, war es erwartbar schwer. Am Ende ein dritter Platz von vier

über 200 m. Und dann gab es noch ein 1000 m – Rennen mit internationaler Beteiligung. Zweiter

Platz, bestes öst. Team. Eine kleine Rehabilitation. Aber extrem knapp. Soviele Teams innerhalb eine

 Sekunde sind für ein Verfolgungsrenne eher untypisch. Habe noch einmal Fotos angeschaut. Ist

eigentlich allen aufgefallen, dass wir exakt in 10/10-Mixed-Besetzung gefahren sind? Das macht den

 Erfolg natürlich noch schöner.

 

In München diesmal nichts zu holen. Letztes Jahr konnten wir das Fernbleiben echter Spitzenteams

noch nutzen, heuer waren unter anderem die Römi Dragons und die Green Dragons wieder am Start.

Und auch andere Teams haben sich deutlich weiterentwickelt. Hinzu kam, dass wir mit zwei Teams

am Start waren, die aus uns, den Dinomites, einigen StudentInnen und Steffen und Dorit gebildet

wurden. In einem die “Altmitglieder“, auch im Durchschnitt älter an Jahren, im anderen die

“Jungmitglieder“. Nicht gerade eine Bündelung der Kräfte, aber passt schon. Endlich haben wir

einmal die Tribüne genutzt!

 

Im Dezember das erste Mal nach Hamburg zum Nikolaus-Drachen-Cup!  Einige echte Langstrecken-

Top-Mannschaften am Start, und auch viele Mannschaften mit ordentlich Langstreckenerfahrung.

Und das bekamen wir zu spüren. Da Wetter war auch nicht ohne, von Regen über Hagel bis zu

kurzzeitigem Sonnenschein alles dabei. Und dass es kalt war, brauche ich ja nicht zu erwähnen. 19.

Platz von 29, da fehlt zu diesem Zeitpunkt noch etwas die Langstreckenform (Diese Ausrede könnte

man übrigens für Wettkämpfe Ende des Jahres zur Beruhigung immer bringen…) Danke an die Leute

vom WSAP für die Bootsausleihmöglichkeit und Michael, unseren Steuermann.

Nennung der Vienna Pink Dragons im IBCPC Jubiläumsbuch

veröffentlicht um 12.02.2016, 08:13 von Nina Kerres   [ aktualisiert: 12.02.2016, 08:15 ]

1. Nennung der Vienna Pink Dragons in internationalem Gewässer!
Seite 44/45
http://www.ibcpc.com/20years/#p=44

Jahres - Hauptversammlung 2016

veröffentlicht um 07.02.2016, 06:56 von Thomas K.   [ aktualisiert: 07.02.2016, 09:12 ]

Am 15.01. fand unsere diesjährige Hauptversammlung statt, wie im Vorjahr
im Uni-Bräu auf dem Gelände des Alten AKH.
Diese wurde letztmalig von Helmut als Präsident unseres Vereins eingeleitet.
Er tritt aus eigenem Wunsch von seiner Funktion zurück. An dieser Stelle
möchten wir ihm noch einmal für die aufopferungsvolle Arbeit während
der letzten Jahre danken. Ohne ihn wäre der Verein nicht dort, wo er
jetzt steht, auf einem soliden Fundament. Auch wenn er nicht mehr
im Vorstand tätig sein wird, wird er weiterhin im Boot für Vortrieb
sorgen und uns auch sonst unterstützen.
Als neuer Präsident wurde Felix gewählt. Neu im Vorstand ist Georg
(unser Mann für die Kraft) als Vizepräsident.
Erstaunlich: Die Hauptversammlung endete 23:08, exakt zur selben
Zeit wie im Vorjahr.

Winter - Wochenende 2016

veröffentlicht um 07.02.2016, 05:35 von Thomas K.

Unser traditionelles "Winter-Wochenende" wird dieses Jahr
vom 26. - 28.2. stattfinden. Es geht nach Altenmarkt - Zauchensee.
Und wie immer ist für jede/n etwas dabei: Langlauf, Alpin-Ski,
Winterwandern, Therme, Hüttengaudi,...

Krokodil, Hollywood oder auch Raabs reloaded – Korneuburg 2014

veröffentlicht um 31.12.2014, 12:12 von Thomas K.

Die Sensationsmeldungen kommen heute aus Korneuburg. Ein Krokodil im Hafenbecken! Ist es nur

ein ausgebückstes oder ausgesetztes Kleinkrokodil oder eine mehrere Meter lange, Angst und

Schrecken verbreitende, menschenfressende Bestie? Spannung liegt über dem Renngelände.

Todesmutige Polizisten fahren im Motorboot das Gewässer ab, die Augen wachsam auf die

Wasseroberfläche gerichtet. Ein Reptilienspezialist ist vermutlich nicht darunter. Wo ist Crocodile

Dundee, wenn man ihn braucht? Jede noch so kleine Verwirbelung könnte ein Hinweis auf das

urzeitliche Monster sein. Kurz die Filmhistorie (bzw. das Sub-sub-Genre Krokodilhorror) Revue

passieren lassen: Crocodile 1 und 2, Killer Crocodile, Eaton Alive, Black Water, Primeval, Rogue, Lake

Placid 1 -4, Dinocroc, Alligator... (Hinweis: Natürlich waren das nicht immer natürliche Krokodile,

sondern Radioaktivität oder Genexperimente trugen ihren Teil dazu bei…). Immer wurde die Anzahl

der menschlichen ProtagonistInnen deutlich dezimiert. Eindeutiger Vorteil für unseren grünen

Freund irgendwo da draußen im trüben Nass. Die Frage ist, wird er nur nach einem der paddelnden

Arme schnappen oder gleich das Boot attackieren und zum Kentern bringen, um einen gedeckten

Tisch mit viel Auswahl zu haben? Aber alle Aufregung umsonst, es scheint sich um einen Fehlalarm zu

handeln. Eine Anwohnerin meinte ein Krokodil gesehen zu haben und in diesem Fall muss die Polizei

der Sache nachgehen. Alles in allem eine etwas lästige Verzögerung des Wettkampfbeginns, aber

lässt sich halt nicht ändern.

Spätestens jetzt muss erwähnt werden, dass heute die Österreichische Meisterschaft, ausgerichtet

vom Österreichischen Drachenbootverband, über die Bühne geht. Gemeldet hierfür waren nur vier

Mannschaften, allerdings genau die, welche sich auch Chancen ausrechnen. Da wir alle drei anderen

Teams dieses Jahr schon besiegt haben, herrscht durchaus Zuversicht, dass es ja vielleicht wieder

klappen könnte. Eigentlich muss es, denn wir haben bei allen vier Antritten auf österreichischem

Boden in diesem Jahr den Sieg davongetragen. Und es wäre in gewisser Weise dann vielleicht auch

irgendwie einmal gerecht (wobei es das im Sport selbstverständlich nicht gibt), wenn wir den Titel

heute holen würden. Und jetzt sind es sogar nur drei Mannschaften, da das Dreamboot zurück

gezogen hat.

Aha, beim PSV die Grünanger-Brüder, ihres Zeichens Kajak-Leistungssportler nicht dabei. Eigentlich

gut für uns, aber was sehe ich da: Schon bieten die PolizeisportlerInnen Christoph Kornfeind auf,

vermutlich die größte Hoffnung im öst. Kajak-Rennsport. Immerhin stand er schon in Finalläufen bei

Junioren-Weltmeisterschaften. Hatte ich eigentlich eh erwartet, denn beim Training diese Woche auf

der alten Donau habe ich, als sich unsere Boote begegneten, einen kurzen Blick hinüber geworfen

und ihn schon im PSV-Boot sitzen sehen… So eine Auswechselbank haben wir natürlich nicht. Kann

man also nur hoffen, dass die Drachenboot-Stechpaddeltechnik beim Athleten noch nicht so sitzt

wie die Kajak-Technik…

Parallel zur Meisterschaft findet auch noch der eigentliche Bewerb statt, ein Fun-Bewerb. Bei zwei

Rennen in dessen Vorrunde müssen wir starten. Damit es sich wie ein echter Wettkampf anfühlt, bei

dem es auch Vorrunden gibt und vor allem auch, dass sich die Mannschaften für das Meisterschafts-

Finale einfahren können. Eigentlich war geplant, dass ich in der ersten Runde nicht ins Boot muss und

wir mit 18 Leuten fahren. Aber, als Ronny von der Kapitänsbesprechung zurückkam, wurden alle

Pläne verworfen. Da die “Meisterschaftsboote“ nur 3 PaddlerInnen auswechseln dürfen, fahren wir

mit 20 Personen und ich muss auch mit ran. Somit sind wir später flexibler. Also los, der erste Start.

Oje! Da läuft ja gar nichts. So zäh! Zwar schneller als die MolekularbiologInnen, aber der PSV war 4

Sekunden schneller! Unsicherheit macht sich breit, denn das sind Welten. Gab es Wind? Ich habe

nicht aufgepasst.

Zweite Vorlaufrunde. Immerhin konnten wir uns um zwei Sekunden verbessern, optimal war das

aber trotzdem nicht. Die PolizistInnen noch einmal eine Sekunde schneller. Als sie zurück zu ihrem

Lagerplatz gehen und die Zeit hören, jubeln sie fast alle. Man sieht ihre Siegeszuversicht. Heute ist ihr

Tag. Denn immerhin liegen jetzt 3,2 s zwischen uns. Ich bin bedient. Das kann doch nicht wahr sein,

warum gerade heute? Alle drei Duelle dieses Jahr gegen sie gewonnen und jetzt, beim formal!

wichtigsten Rennen der Saison sollen wir keine Chance haben, von ihnen möglicherweise regelrecht

paniert werden? Meine Stimmung am Boden. Und da bin ich, glaube ich, nicht der Einzige. Zur

Stimmung passt auch der Wolkenbruch, aber im Zelt ist es eigentlich recht gemütlich.

Das Finale. Die Ansprache von Helmut soll uns Mut machen. Das ist ein bisschen wie in diversen

Hollywood-Filmen, wenn die Underdogs, eigentlich aussichtslos (aber durchaus konkurrenzfähig,

denn immerhin konnte das Publikum die Entwicklung von einer Außenseitertruppe zur

ernstzunehmenden Kraft mitverfolgen) vor dem entscheidenden Duell gegen die übermächtige

Konkurrenz noch einmal vom Coach aufgerichtet werden. Übertragen auf den heutigen Tag könnte

man also sagen: Werden es die HeldInnen gegen das siegessichere Kanuvereins-Imperium vielleicht

doch noch schaffen? (Bevor jetzt Ungenauigkeiten bemängelt werden: Es muss richtig Kanusektions-

Imperium heißen oder eigentlich Kanu-Sektion im Polizeisportvereinsimperium…). Die Lage scheint

aussichtslos, aber immerhin wird der Film noch eine Weile dauern und da sollte doch noch eine

Wende zum Positiven drin sein… Derlei Filme brauchen ein Happy-End, unbedingt!  Wichtig in diesem

Zusammenhang vielleicht auch, dass Willi, der den vorigen Lauf vom Ufer aus beobachtete,

festgestellt hat, dass wir vorn viel zu tief im Wasser lagen, das Boot nach unten geneigt war. Das

haben wir jetzt korrigiert, den Bug leichter gemacht. Felix, vorn links am Schlag, dreht sich noch

einmal um. Unsere Blicke streifen sich kurz und wir nicken uns, völlig ruhig, zu. Ich kann es nicht

erklären, aber in dem Moment war mir klar, dass jetzt noch was passieren wird, dass wir explodieren

werden. Irgendwie wirklich wie in Hollywood. Aber ob das reichen wird? Denn die Zeitdifferenz ist

halt doch zu groß. Startsignal. Und das geht doch gleich ganz anders los. Gut erwischt, jetzt ist mehr

Power drin. Hälfte der Strecke. Ich glaube, wir sind vorn. Oder besser: Eigentlich bin ich mir ziemlich

sicher, aber man weiß ja nie… (Das ist natürlich ein Unterschied zu Hollywood, da sind zwischendurch

auf jeden Fall erst einmal die anderen auf der Siegerstraße, um auf der Zielgeraden von den

Lieblingen des Filmpublikums noch abgefangen zu werden.) Bis jetzt auch kein Einbruch im Boot, die

Maschine läuft. Das Ziel kommt näher und näher. Noch 30m, noch 20m, noch 10 m. Waaaahnsinn!!

Eindeutig vorn. Oje, so weit die Boote auch auseinander sind, die Körperhaltung der Polizei-

sportlerInnen spricht Bände. Das sitzt tief. Mit solch einer Leistungssteigerung von uns wurde nicht

gerechnet. Im richtigen Moment das Potential abgerufen. Unfassbar, vor allem auch für uns selber.

Es muss halt alles zusammen passen. Eigentlich wie vor einigen Wochen in Raabs, nur noch extremer.

Wäre es ein Hollywood-Film, würde man das vermutlich als typischen amerikanischen “You can do it

– Kitsch“ abqualifizieren. Ab heute werde ich solche Filme mit anderen Augen sehen…

Somit sind wir österreichischer Meister bei der vom Österreichischen Drachenboot-Verband

ausgerichteten Meisterschaft geworden (übrigens mit Tagesbestzeit!). Allerdings ist es in unserem

Land so (in anderen Ländern übrigens auch), dass es auch noch eine Meisterschaft vom Kanuverband

(, der eigentlich auch gern die DrachenbootsportlerInnen unter seinem Dach haben möchte) gibt. Das

ist so, wie man es von anderen, noch nicht solange etablierten, Sportarten kennt, Stichwort FIS und

ISF / WSF, um nur ein Beispiel zu nennen.  Die Meisterschaft vom Kanu-Verband wird nächstes

Wochenende in Ottensheim stattfinden und wir werden nicht dabei sein. Vermutlich wird der PSV

dann dort gewinnen und ist dann halt Staatsmeister, obwohl wir jetzt schon alle vier Rennen des

Jahres vorn lagen. Wäre schon irgendwie komisch, aber ist halt so.


PS. Da ich mit dem Schreiben etwas (…) im Verzug bin, ist es jetzt amtlich: In Ottensheim eine Woche

später (Wäre durchaus interessant, dort auch irgendwann einmal teilzunehmen.) hat dann

der PSV gewonnen… Gratulation. 

Vom Donaukanal angetrieben - Viennautica 2014

veröffentlicht um 31.12.2014, 09:26 von Thomas K.   [ aktualisiert: 31.12.2014, 09:27 ]

Gestern noch in Litschau und heute schon in der U4 in Richtung Schleuse Nussdorf! Gemütlich mal

kurz “öffentlich“ zum Wettkampf anreisen hat schon auch etwas! Vor allem, wenn man dann

unterwegs andere Teammitglieder trifft, die in die selbe Bahn zusteigen. Vielleicht muss ich kurz

erklären, um was es heute gehen wird, denn es ist kein klassischer Drachenbootwettkampf.

Viennautica heißt eine zweitägige Veranstaltung, welche auf dem Donaukanal in Wien stattfindet.

Am Samstag bestreiten Rudereiner und tagsdarauf Ruderachter die Strecke von sechs Kilometern.

Aha, Rudern also. Was hat das Ganze mit Drachenboot zu tun? Am Sonntag, nachdem der letzte

Achter gestartet ist, wird es richtig spannend. Denn dann beginnt die Kanu-Challenge, eine

Massenstart-Regatta, bei der alle paddelnd betriebenen Wasserfahrzeuge ins Rennen gehen. Somit

sind dann Rennkajaks, Wildwasserregattaboote, Seekajaks, Faltboote, Canadier, StehpaddlerInnen

und auch Drachenboote gemeinsam unterwegs (und in gewisser Weise auch im Wettstreit).

Das Startgelände schon einmal recht lässig, wirkt wie eine Industrie-Gstettn. Beim Näherkommen

gleich eine gute Nachricht: Jeder Menge Elin-Trikots zu sehen! Das freut mich (und viele andere

unseres Teams auch), denn gerade in den letzten Tagen gab es immer wieder Gerüchte, das

Dreamboot würde sich möglicherweise auflösen. Wobei das mit Gerüchten natürlich immer so eine

Sache ist, aber einige Indikatoren ließen derlei Schlüsse zu. Das wäre nämlich echt schade für den

Drachenbootsport in Wien und Österreich. Und natürlich ist es so, dass die lokale Gegnerschaft

immer die ist, gegen die man auf keinen Fall verlieren will und man sich auch am meisten freut, wenn

man vorn ist, das ist beim Drachenboot nicht anders als im Fußball oder Handball. Das ist halt

typische Lokalrivalität. Aber es ist einfach auch schön, wenn es einige Teams auf vergleichbarem

Niveau gibt, es immer wieder spannend ist und man vorher nicht voraussagen kann, wer jeweils vorn

sein wird. Sie werden aber nicht im Drachenboot starten, sondern in zwei Großkanadiern.

Damit wir nicht das einzige Drachenbootteam am Start sind, hat Lujza ihr slovakisches Team zur

Teilnahme überredet. Und langsam treffen sie ein. Oje, jede Menge Burschen mit Muskeln und vor

allem: mit Paddler-Unterarmen! Bleibt noch die geringe Hoffnung, dass es Kurzstreckenexperten

sind, die auf der Langstrecke schwächeln. Aber in diesem Fall wären sie vermutlich nicht extra

angereist. Jetzt sehe ich auch die Trikots, “Dracia Legia Trencin“. Die hätten ja eigentlich gestern in

Litschau sein sollen, waren dort Vorjahressieger.

 

Ich gebe es zu, ein bisschen Stolz war ich schon, dass ich dieses Mal am Schlag sitzen werde. Klar,

beim Training, gerade auch über die längeren Distanzen, sitze ich schon des Öfteren dort, aber

Wettkampf ist halt doch etwas anderes. Entsprechend aufgeregt bin ich, zumal das regelmäßige

Langstreckentraining schon wieder einige Monate zurück liegt. Aber erst einmal das Boot ins

Wasser. Was nicht ganz so einfach war, ging es doch eine sehr steile, schmale Treppe hinunter. Aber

letztendlich natürlich geschafft. Und nun mein eigentliches, natürlich selbst verschuldetes, Problem:

Ich hatte riesigen Durst und das Rennen steht noch bevor. Von zuhause extra nichts mitgenommen,

denn vor Ort wird es ja etwas geben… Denkste… Was also tun? Das Wasser im Donaukanal ist weit

von auch nur einer ansatzweisen Klarheit entfernt, eigentlich eine ganz schöne Brühe. Aber egal, hier

ist Handeln gefragt, bis wir im Ziel sind wird sich das etwaig resultierende Magenproblem sicher

noch nicht melden. Und somit habe ich es getan: einige Schluck vom trüben Nass. Genuss ist das

nicht… Nennen wir es Überlebenstraining. Wobei, die typischen Survival-Profis haben ja immer

Dinge zum Abkochen oder Entkeimen dabei… Nun also der Start. Wir sind fast die Letzten, die auf die

Strecke gehen. Und die Slowaken ziehen an, das sieht man schon auf den ersten Metern von hinten.

Meine Schlagzahl war auch gleich viel zu hoch, Felix neben mir und Helmut müssen mich

einbremsen. Das slowakische Team verhält sich sehr fair, sie warten auf uns, wollen nicht vom

Startvorteil profitieren. Also fliegender Start. Aber im Nu können sie sich wieder absetzen. Die sind

einfach besser. Scheinen das auch locker runter zu paddeln. Somit müssen wir uns damit begnügen,

einige Kajaks einzufangen. Und es ist anstrengend. Alle dachten irgendwie, die hohe Fließgeschwin-

digkeit im Kanal wird uns schon schön vorwärtsbewegen. Macht sie sicher auch, aber trotzdem weit

gefehlt, ich pfeife auf dem letzten Loch. Der große Abstand zum Drachenboot vor uns setzt auch nicht

gerade Energien frei. Also muss eine hypothetische Motivation her! Am Ufer  könnten ja Leute stehen,

die uns kennen. Vor denen will man natürlich einen guten Eindruck machen. Somit muss es zumindest

dynamisch aussehen! Harte Arbeit! Mittlerweile tauchen auch schon erste Orientierungspunkte auf.

Fernwärme, Friedensbrücke, Flex. Zeit für den Endspurt, denn irgendwo bei der Urania soll das Ziel sein.

Also, die letzten Reserven mobilisiert. So richtiges Endspurtfeeling kommt allerdings nicht auf. Wir bräuchten

ein sichtbares Ziel! Geschafft! Das Gegendieströmungpaddeln zum Aussteigesteg gar nicht so einfach…

Mehr als eine Minute hinter dem slowakischen Boot. Naja… Nun aber schnell etwas trinken! Und gemütlich

auf der Kanalmauer sitzen. Die Siegerehrung auch recht interessant, da ja jede Menge Boots- und Altersklassen

von RuderInnen und PaddlerInnen  bedacht werden müssen. Und irgendwie weht über dem Ganzen auch so

ein gewisser Hauch von Vereins- bzw. Verbandsmeierei. Was ja eigentlich eh gar nicht so schlecht ist…

Die Fließgeschwindigkeit und somit unser zusätzlicher Antrieb war immerhin so hoch, dass unsere

Durchschnittsgeschwindigkeit über die 6 km höher war als auf der Sprintstrecke…


Danke an Peter Widhalm für’s Steuern und für das Bereitstellen der Boote!

Und Lujza gebührt doppelter Dank. Zum einen dafür, dass sie das slowakische Team motivieren

konnte, mitzufahren, sodass wir nicht das einzige Drachenboot am Start waren. Zum anderen hat sie

uns dadurch möglicherweise den Sieg in Litschau erst ermöglicht, da das stärkste Konkurrenzteam

seinen Start zugunsten eines Starts bei der Viennautica abgesagt hat…  ;-)

Grand Slam! - Litschau 2014

veröffentlicht um 31.12.2014, 09:03 von Thomas K.

Wieder Waldviertel. Wieder eine zeitige Abfahrt. Um 7 Uhr beim Verein, denn diesmal sollte mit dem

Vereinsbus gefahren werden. Super, das taugt mir. Ist schon irgendwie lässig, wenn der Bus (9-Sitzer)

vorfährt und nacheinander (fast) das halbe Team aussteigt. Am Vortag alles optimal, in der Früh eine

Cremeschnitte, selbstgemacht von Christoph!, abends Erdbeer-Frappé, natürlich beim Tichy.

Sehr gut, unser Stammplatz auf der Wiese bei den Bäumen war wieder verfügbar. Zelt aufbauen.

Fertig! Man müsste eigentlich noch schnell zum Supermarkt, einige Lebensmittel holen, unter

anderem “süße Milch“… Aber wann sind wir dran? Einen Rennplan gibt es noch nicht. Felix und Nina

haben den gleichen Gedanken, wollen aber noch vor dem Wettkampfbeginn los, weil Nina auch noch

schnell zur Apotheke muss (kein Doping!). Ok, sollte sich ausgehen, wir werden schon nicht gleich im

ersten Rennen starten. Irgendwie bin ich nervös. Wenn doch? Deshalb Alex kontaktieren, damit er

uns rechtzeitig Bescheid geben kann, wenn es doch der Fall sein sollte. Und als wir schon auf dem

Rückweg waren, kam der Anruf. Der Zufall hatte erbarmungslos zugeschlagen, wobei es der zweite

Lauf war. Also, das Gehtempo erhöhen, es ist ja nicht mehr weit, das wird sich ausgehen. Und wir

waren natürlich noch rechtzeitig dort.

In Litschau wird mit 16 PaddlerInnen im Boot gefahren, wir waren mit 23 Leuten dort. Da Jede/r mal

fahren soll/darf, werden wir ordentlich wechseln müssen/können. Im ersten Lauf blieben Helmut,

Ronny, Martin und ich gleich einmal draußen. Gewonnen wurde er trotzdem, und zwar vor dem

Rowing Club Vajgar aus Tschechien, eigentlich jedes Jahr Mit- bzw. Topfavoriten. Wobei sich in

weiterer Folge herausstellte, dass die Zeit noch etwas verbessert werden muss. Also werden wir im

nächsten Lauf im Boot sitzen. Ein bisschen unter Druck ist man jetzt schon. Wird die Zeit wirklich

besser werden? Und sie wurde, wir benötigten 2 Sekunden weniger, was die schnellste Zeit (Streng

genommen gibt es hier keine schnelle und langsame Zeit, höchstens im Science Fiction oder wilden

Konzepten der theoretischen Physik… Somit eigentlich die kürzeste Zeit…) in dieser zweiten

Qualifikationsrunde war. Das war wichtig im Hinblick auf die k.o.-Runde. Viertelfinale dann auch

relativ deutlich gewonnen.

Dann das Halbfinale, mit starker Gegnerschaft, unter anderem den PolizeisportlerInnen. Hoffen wir

mal, dass jetzt nicht gleich eines der beiden Wiener Teams ausscheiden wird (und vor allem natürlich

nicht wir…). Und was soll ich sagen, wir hatten die Sache ziemlich sicher im Griff. Mehr als zwei

Sekunden auf den PSV. Und auch die Laufzeit verbessert, die schnellste Halbfinalzeit. Somit werden

wir im Finale wieder auf die Polizeidrachen treffen. Und wiederum auf den Rowing Club Vajgar. Wir

konnten durchaus zuversichtlich sein, denn von den Zeiten her war jetzt niemand extrem gefährlich,

aber man weiß ja nie, es muss auch passen, der Lauf gut erwischt werden. Die Zeit bis zum Finale

noch gut herumbringen. Erstaunlicherweise war jetzt niemand so wirklich aufgeregt, da wirkt sich

schon etwas das höhere Selbstbewusstsein aufgrund der vergangenen Siege aus, und die gefahrenen

Zeiten geben ja auch Grund zum Optimismus.

Also ins Boot und zum Start paddeln. Unsere Fans (in erster Linie, die jetzt nicht im Boot sitzenden)

jubeln uns schon vom Rand aus zu.  Einschwimmen zur Startlinie. Oje, was war jetzt los? Der

Seitenwind treibt unser Boot zur Seite (welch Überraschung). Immer näher auf die kleine gelbe Boje

zu, welche die Bahn und die Startlinie markiert. Da werden wohl einige Leute die Boje mit ihren

Paddeln erwischen. Lautes Rufen in Richtung Starter, sowohl vom Steuermann als auch von einigen

von uns. Leute, nicht alle ablenken lassen! Aber irgendwie hoben im hinteren Bereich einige die

Hände und sogar Paddel um zu gestikulieren. Zu spät. Der Starter bemerkt das nicht bzw. will es

nicht bemerken. Das Signal ertönt. Zum Glück sind  zumindest in den ersten Reihen alle Paddel im

Wasser. Anreißen! Aber man merkt, dass hinten einige Leute beim ersten Schlag nicht dabei sind…

Der Start verhauen. Die anderen Boote gleich einmal zwei Meter voran. Das kann doch nicht wahr

sein! Sollte die Boje die Ursache sein, dass wir jetzt das Finale verlieren, obwohl wir die Vorläufe

recht deutlich im Griff hatten? Oder noch konkreter: Werden durch dieses Missgeschick jetzt die

PSVlerInnen gewinnen, obwohl sie im Halbfinale eigentlich keine Chance hatten? Erstaunlich, an was

man in wenigen Sekundenbruchteilen nach dem Start so alles denkt. War ich da möglicherweise

nicht der Einzige? Denn da war er wieder, der Ruck der durchs Team geht. Davor schraubt die

Frequenz hoch (Was soll er auch anderes tun, wenn Felix “Zieh an!“ schreit?) und hat eine Dynamik

im Oberkörper, dass klar war, jetzt oder nie. Diesen Lauf schenken wir nicht her, denn wer wird

danach schon die Boje als Grund akzeptieren? Eben. Nach einigen Schlägen war das Boot dann auch

auf Linie. Und wir paddeln uns die Seele aus dem Leib. Sind ja auch nur 200 m. Nach der Hälfte der

Strecke war für mich eigentlich auch schon klar, dass wir das Ding gewinnen werden. Und wir haben

gewonnen!! Deutlich, mehr als 1 Sekunde voran. Und das trotz des Startmaleurs. Ist noch einmal gut

gegangen. In Zukunft muss die gesamte Besatzung in solch einem Fall abgeklärter sein. Die kleine

Boje kann man im Ernstfall leicht wegpaddeln. Ein starkes Lebenszeichen der Wiener Teams, Platz 1

für uns, Platz zwei für den PSV. Das gab es hier noch nicht.

Und: “GRAND SLAM“ für uns! Warum lasse ich mich zu dieser Aussage hinreißen? Weil wir dieses

Jahr in Wien, in Raabs und in Litschau gewonnen haben. Das sind in Österreich die größten Rennen,

mit den stärksten Teilnehmerfeldern, im Waldviertel auch immer mit einigen ausländischen Teams.

Dürfte bisher auch noch kein österreichisches Team geschafft haben, oder? Wenn ich hier falsch

liegen sollte, bitte bei mir melden, dann korrigiere ich dies umgehend.

Jetzt noch alle in den Herrensee! Dann Sachen zusammenräumen und zur Siegerehrung. Dann schnell

zurück nach Wien. Zumindest die meisten, denn am nächsten Tag ist ja schon Viennautica...

Wir haben einen Lauf - Raabs 2014

veröffentlicht um 31.12.2014, 08:53 von Thomas K.   [ aktualisiert: 31.12.2014, 08:58 ]

Kennt Ihr diese Tage, an denen irgendwie nichts so richtig zusammenpassen will? Ich vermute, ja.

Aber dazu später.

Treffpunkt am Praterstern um 7:30 Uhr. Also, um Sechs aufstehen, gepackt und Verpflegung

zubereitet werden muss ja schließlich auch noch. Zwei Stunden Fahrt. Eigentlich würde ich gern

schlafen, aber versuche mich in Solidarität mit Fahrer und Beifahrerin zu üben. Irgendwann dann

 doch kurz eingenickt… Ich hätte lieber nicht auf den Rennplan schauen sollen, denn wir werden drei

 Stunden vor unserem ersten Start vor Ort sein. Frage mich gerade, ob wir da immer alle so zeitig

anwesend sein müssen, zumal die Teamkapitänseinweisung bis 10:30 gehen sollte. Und die Jobs der

Anmeldung und Informationseinholung und des Lagerplatzbesetzens könnten ja immer mal andere

Leute übernehmen, damit es dann nicht immer an den gleichen hängen bleibt (um etwaigen

Argumenten vorzubeugen…).

Irgendwie habe ich heute Puddingarme, weiß nicht, was los ist. Aber sicher nicht so schlimm,

gezogen wird ja eh aus dem Rücken, der Rest ist nur zum Halten des Paddels da und das geht immer.

Vom persönlichen Zustand abgesehen fehlen auch wieder einige HaudegInnen. Gerade hier, wo es

gegen einheimische Kraftlackeln, tschechische Teams und, nicht zu vergessen, den PSV gehen wird.

Unser Zelt dürfen wir nicht aufbauen, ein Pavillon wird jedoch errichtet, schließlich wurde Regen

prognostiziert. Und wenn sich schon die Polizei nicht an die Regeln hält (Die Polizeidrachen haben

 auch ein Mannschaftszelt aufgebaut)... Da müssen sich die VeranstalterInnen etwas einfallen lassen.

Klar, über 50 Großzelte gehen sich vermutlich nicht aus, aber ein Großteil der Wiese im hinteren

Bereich war ungenutzt. Und was, wenn es den ganzen Tag regnet? Bitte nicht mit “Wassersport“

oder “nur die Harten…“ antworten…

Das erste Rennen. Oje, sooo zäh. Wir haben echt zu kämpfen, sind am Ende knapp vorn. Das kann

doch nicht sein. Klar, es war ein Männerteam, aber keines, welches regelmäßig im Drachenboot sitzt.

 Die Zeit auch nicht berauschend, aber wir sind noch dabei. In den Wiener Booten scheint der Wurm

drin zu sein, denn auch die PolizistInnen sind eher langsam unterwegs. Und die haben immerhin die

letzten zwei Jahre hier gewonnen! Sind somit die Vergleichsgröße. Und wir hatten schon im Vorfeld

gehört, dass sie hier natürlich unbedingt das dritte Mal infolge gewinnen wollen, der Wettkampf

einer ihrer Höhepunkte der Saison ist. Und wieder eine g‘scheite Pause. Ist ja klar, denn immerhin

sind 56 Teams am Start und es können auf der schmalen Raabs immer nur zwei Boote gegeneinander

fahren. Gleich einmal nutzen, um am Hauptplatz Kaffee zu trinken oder zur Burg zu gehen. Ich war

bei Letzterem dabei. Eine Führung war gerade nicht und das wäre sich dann zeitlich auch nicht

ausgegangen. Aber der Vorhof war auch schon schön gemütlich. Und das Wetter super!  Konnte mich

noch richtig erinnern, dass es letztes Jahr am Renngelände Veggie-Burger gab. So auch heute. 4,20

für eine Kaisersemmel mit etwas Feta-Käse und ein wenig Salat. Was in Wien vermutlich zur baldigen

Schließung des Geschäftes wegen KundInnenmangels führen würde, wird aus Mangel an Alternativen

akzeptiert. Und nett waren die Standlerinnen ja eh…

Dann der nächste Lauf. Es war noch nicht klar, ob sich die besten 8 oder 16 Mannschaften für die

Finalrunden qualifizieren würden. Es wäre wichtig, zumindest die achtbeste Summationszeit zu

erzielen, um auf Nummer sicher zu gehen. Und wieder so zäh. Was ist nur los heute? Der PSV legt

 gerade die absolute Bestzeit hin. Ich werde langsam nachdenklich. Und das geht einigen anderen

von uns auch so. Viertelfinale wieder nur knapp und vor allem: Auf den letzten Metern kommen die

anderen immer noch auf. Eigentlich müsste das ja unser Vorteil sein, denn wir haben gut trainiert.

Und egal, ob das jetzt Boote mit lauter Burschen sind, die haben keine Paddelerfahrung und dürften

eigentlich gegen uns kein Land sehen… Ok, im Zweifelsfall schieben wir es halt auf die zur Verfügung

 gestellten Paddel… Gerade die erfahreneren Leute spüren, dass heute nichts gehen will. Warum nur,

warum nur? Wären wir doch nur nicht angetreten und hätten den Tag gemütlich in Wien verbracht…

Aber keine Zeit, noch mehr zu grübeln und zu hadern, denn jetzt geht es Schlag auf Schlag, die

 Pausen in der Finalrunde sind sehr kurz. Halbfinale wieder knapp, aber doch gewonnen!

Finale. Aufgrund unserer schlechteren Qualifikationszeit werden wir auf der bekanntermaßen etwas

langsameren Bahn sein, wobei geschickt gesteuert der Unterschied nicht so groß sein sollte. Peter

Widhalm wird uns steuern. Nach dem Einsteigen stellt er fest, dass wir vorn zu tief liegen, das Boot sich

nach unten neigt. Also schnell noch einmal alle eine Bank nach hinten. Echter Optimismus sieht

anders aus. Der Zeitabstand zwischen unserem besten Qualifikationslauf und dem Traumlauf der

Police Dragons scheint einfach zu groß. Und vor allem tun Niederlagen gegen die Konkurrenz aus der

 unmittelbaren Umgebung immer besonders weh. Aber egal, da müssen wir jetzt durch. Unser Gang

nach Canossa. Aber dann!!! Den Start gut erwischt, wir sind dabei. Es läuft viel besser als zuvor. Vor

uns die Brücke. Jetzt kommt es drauf an, wie wir da durchkommen. Die vorn Sitzenden vermeinten

immer ein Abbremsen des Bootes zu spüren, im bewegten Wasser etwas weiter hinten habe ich das

 nicht bemerkt. Diesmal (selbstverständlich im nachhinein besprochen) war das nicht der Fall. Hinter

der Brücke sind wir leicht vorn (natürlich nur gefühlt, denn ich schaue ja nicht rüber…). Aber das ist

noch so weit! Andererseits läuft das Boot so gut, dass die ganze Angelegenheit weniger anstrengend

erscheint als in den Runden zuvor. Endspurt. Das Ziel kommt näher und näher. Wir werden

zumindest nicht langsamer. Aber beide Boote nahezu gleichauf. Die letzten Schläge noch einmal alles

und ja!!! Wir sind vorn!!! Auch wenn es natürlich noch nicht offiziell ist, aber einige von uns haben es

 gesehen und die Körperhaltung der PolizeisportlerInnen zeigt es auch. Quasi in ihrem Wohnzimmer

besiegt… (Die Finalanalyse der PSVlerInnen machte dann später eine zu hohe Schlagfrequenz als

Ursache aus. Das kann schon sein, denn einer der Schlagleute ist, wenn es gegen uns geht, immer

besonders motiviert, diesmal vermutlich sogar etwas übermotiviert…  ;-)  Dann passiert es selbst sehr

erfahrenen Paddlern, dass sie mal überziehen. Aber das macht die Sache ja auch interessant.)

Das war diesmal ein Jubel. Während sonst abgeklatscht wird, sind wir uns alle regelrecht in die Arme

gefallen. Da ist eine Last abgefallen, unglaublich. Gerade im richtigen Moment unser Potential

abgerufen. Auch wenn klar war, dass die Läufe davor irgendwie misslungen waren, aber wer rechnet

schon damit, dass es dann im entscheidenden funktioniert. Auf dem Rückweg zur Liegewiese noch in

den Springbrunnen auf dem Hauptplatz. Welch  ein Geplantsche! Der Großteil der drei

erstplatzierten Teams im Brunnen und selbstverständlich gab es auch eine Polonaise. Das wird wohl

noch unser Tanz des Jahres werden… 

Mittlerweile machen Siegerehrungen noch mehr Spaß als die vergangenen Jahre. Woran das wohl

liegt…? Wobei die Aufstellung der Teams schon etwas eigenartig war, nicht im klassischen Stil, die

Sieger in der Mitte, sondern links außen (von vorn gesehen), weil die Mannschaften nacheinander

von dieser Seite ausgehend die Bühne befüllten. Und der Pokal… Nun ja, was soll man dazu sagen…?

Das kommt heraus, wenn lokale Handwerker glauben, sie müssten jetzt auch noch Kunst machen… ;-)

Ich sage nur “Schuster (in diesem Falle Glaser) bleib bei Deinen Leisten (Fensterrahmen)“ Aber egal,

wird schon auf der Vitrine Platz haben. Und immerhin passt er gerade so in Nina‘s und Felix‘

Kofferraum. Und speziell, das muss man dem Pokal lassen, ist er auf jeden Fall…

Somit bleibt festzuhalten: Auch wenn der Großteil des Tages eine eher sehr zähe Angelegenheit war,

kann er am Ende immer noch in eitel Sonnenschein und Glückseeligkeit enden.

Wer hätte das gedacht? - Defereggental 2014

veröffentlicht um 20.08.2014, 15:43 von Thomas K.

Da muss man den Sport schon lieben. Deutschland gegen Frankreich im WM-Viertel-Finale und wir

auf der Strecke nach St. Jakob. Irgendwann müssten wir doch endlich einmal anhalten, um zu essen…

Und ein Fernseher mit Fußball sollte auch in Betrieb sein. Ah, ein „Landgasthof“, ziemlich groß. Die

zweite Halbzeit läuft schon, also ist das die letzte Chance! Oje, kein Fernseher. Hilft nichts, in diesem

Fall ordnen wir das Ganze der Nahrungsaufnahme unter und bleiben. Hier ist die Welt noch in

Ordnung, oder auch nicht… Die Kartoffelpuffer, als einzige vegetarische Speise, mit Schweineschmalz

zubereitet. Also bleibt für mich nur gemischter Salat mit einer Scheibe nicht mehr ganz frischen

Brotes. Das Kochen haben sie hier definitiv nicht erfunden. Große Enttäuschung bei allen, also auch

bei den Fleischessern. Und das in einer Tourismus-Region, immerhin sind wir kurz vor Saalfelden.

Wenigstens in Brasilien läuft alles rund. 1 zu 0 für Deutschland. Halbfinale! Der/die geneigte Leser/in

merkt spätestens jetzt, dass ich aller Wahrscheinlichkeit nach kein Österreicher bin…

Nach Ankunft im Quartier noch schnell in die Gaststube, wo die anderen schon bzw. noch gemütlich

beisammen sitzen. Die meisten waren ja schon zur Abendbrotzeit dort. Im Vorraum jede Menge

ausgestopfte Murmeltiere. Naja… Einige eher mittelmäßige Schmähs vom Wirten. Das sollte sich die

nächsten Tage fortsetzen…

Samstag früh am Obersee erst einmal (wieder) eher bescheidenes Wetter, welches sich aber im Laufe

des Tages ziemlich schnell bessern wird. Ebenso wie die Laune von unserem Joker, welcher pünktlich

zur laut Programm angesetzten Teamkapitänsbesprechung war, aber leider als Einziger, sodass wir

nicht wussten, wann wir das erste mal dran sein werden. Und wie es das Schicksal will, müssen wir

im ersten Lauf ran. Oje, niemand ist vorbereitet. Hektik! Aus-/Umziehen, Paddel suchen, zum Wasser

laufen, Westen anziehen (diese sind hier Vorschrift), ins Boot steigen,… Kritik vom Organisator.

Eigentlich unangebracht, denn s. o. Und: Wo ist Priska?? Herbert kommt schon mit Ihrem Equipment

angelaufen. Noch einmal Hektik. Ein Grundbedürfnis dauert noch… Wir müssen ablegen.  

Nach den ersten beiden Läufen war klar, dass wir diesmal ernsthaft mitmischen können. Für die

Leute, die schon öfter am Obersee dabei waren, ich immerhin schon zum vierten Mal, eigentlich ein

Ding der Unmöglichkeit. Sind doch immer recht starke deutsche Teams am Start und mit den

Steeeldragons aus Brandenburg auch ein echtes Spitzenteam. Aber diese haben diesmal nur ein

Rumpfteam geschickt, die anderen bereiten sich auf eine Meisterschaft vor. Somit treten sie als

Renngemeinschaft mit den Ghostdragons aus Halle an. Und da ist dann zum Beispiel die Frage, ob

alle auf den optimalen Plätzen sitzen. (Diese stellt sich bei uns natürlich auch immer…) Andererseits

ist unsere “Wettkampfmannschaft“ fast vollzählig in Osttirol anwesend, was sonst eher nicht der Fall

war, und Ronny und Celli auch dabei. Soweit so gut, schauen wir mal wie es weiter gehen wird.

Im Finale kommt jetzt unser Joker zum Einsatz. Wir lassen uns diesmal “fremdsteuern“. Der Start. Wir

sind gut mit dabei. Vier Boote auf gleicher Höhe. Und so geht es weiter, niemand kann sich wirklich

absetzen. Unsere Maschine läuft echt gut, so nah waren wir hier noch nie bei der Musik mit dabei.

Und dann kommt der Schrei. Endspurt! Und was soll ich sagen, während das meist gerufen wird, wir

aber auf der Sprintstrecke dann eigentlich nicht wirklich schneller werden, geht diesmal ein echter

Ruck durchs Boot. Man kann sehen, dass Felix, Davor, Nina und Priska vor mir echt noch einmal

anziehen. Welch Körpersprache! Genauso ist klar, dass Ronny und Celli am zweiten Schlag anziehen

werden, das braucht man nicht zu sehen. Aber, es ist das GANZE Boot! Und da sind sie, die Schreie

der Anstrengung. Kurz vor dem Ziel ein kurzer Seitenblick. Das müssten wir geschafft haben. Aber

abwarten. Die Nennung der Ergebnisse, wie immer wird mit den Vierten begonnen. Dann der Dritte

und unser Name fiel noch nicht. Jetzt wird es spannend! Zweiter Platz für die Brandenburger /

Hallenser Renngemeinschaft. Ein Jubelschrei in unserem Boot. Wir haben auf dem Obersee gewonnen!!!

Unglaublich. Der erste Sieg für ein österreichisches Team. Und auch noch die beste

bisher hier oben von einer österreichischen Mannschaft gefahrene Zeit. Noch einmal: Unglaublich.

Ausgelassene Wasserspritzerei. Und auch ein riesiges Lob vom Steuermann, der uns sagte, dass der

Geradeauslauf hervorragend war, er die Hälfte der Strecke das Steuer aus dem Wasser nehmen

konnte. An dieser Stelle noch einmal Danke für das Steuern und das Lob. Hat uns stolz gemacht.

Danach Formationspaddeln (Oder gibt es eigentlich einen speziellen Namen dafür?) aller vier Boote

zum Ufer. Schön. Aber keine Zeit zum Feiern, gleich wird es noch das 1000 m – Rennen geben.

Fliegender Start, den uns niemand vorher richtig erklärt hat und wir auch keine diesbezügliche

Erfahrung haben. Wir verschenken hier einige Sekunden. Egal, das ist ja eh nur Draufgabe.

Angestrengt wird sich natürlich trotzdem. Für diese Distanz fehlt mir allerding etwas das Gefühl. Hier

stimmt meine Dosierung nicht, über die Strecke hätte ich etwas mehr Druck aufbringen können.

Einigen anderen ging es ähnlich. Am Ende dritter Platz von vier. Aber, wie gesagt: “Draufgabe“, denn

der Hauptwettbewerb ist der Sprint.

Jetzt darf dann auch gefeiert werden. Einige Übermütige springen ins eiskalte Wasser des Obersees,

manche lassen sich von einer Kuh, welche scheinbar durch die Sensation und vom Erfolg angelockt

wurde, abschlecken. Die Naturburschen und –madeln aus der Großstadt! Rauh solls gewesen sein.

Zurück zur Unterkunft, Entspannen und den Sieg genießen. In oder vor dem Haus. Die Jüngeren

springen auf dem Trampolin. Da ich mir dabei mal vor einigen Jahren auf einem Campingplatz in

Norwegen den Rücken verzerrt hatte (nicht schlimm natürlich, aber immerhin), lasse ich das lieber.

Aber Tischtennis klingt interessant. Bloß, wie wird die Platte aufgeklappt? Immerhin schauen sich bis

zu fünf Leute gleichzeitig den Mechanismus an. Keine Angst, nicht nur “TheoretikerInnen“, auch

Praktiker… Irgendwann funktioniert es dann endlich. Aber eigentlich ist eh zuviel Wind, somit sollen

die anderen spielen. Bei mir ist sowieso gerade die Luft raus, überwältigt vom Ereignis.

Die Siegerehrung und anschließende Party diesmal nicht am Hauptplatz sondern in einem großen

Festzelt beim Zollwirt. Von der Unterkunft aus leicht zu erreichen, nur ein steiles Wiesenstück nach

unten und einige Meter die Straße entlang. Lose am Eingang. Wenn ich schon kein Lotto spiele, bei

einer Lotterie bin ich natürlich dabei! Wir waren allesamt pünktlich! Klar, bei dem (einmaligen?)

Ereignis darf man nicht fehlen! Aber wann geht es endlich los? Jetzt. Aber das dauert. Wie immer

jede Menge Kategorien. Und dann endlich, Siegerehrung für das A-Finale. Einen Tunnel für die

Zweiten und Dritten gemacht, die Stimmung ist schon super. Und jetzt wir nach oben. Wenig Platz

auf dem Podium. Aufpassen, dass man den GoGo-Tänzerinnen (Ja, wenn man in Weitenegg eine

Erotic-Queen aufbieten kann, lässt sich St. Jakob nicht lumpen und lässt zwei Damen in

Supersuperhighheels auf die Bühne) nicht zu nahe rückt, denn der Security-Mann im Kampfoverall

schaut genauestens hin und ist sprungbereit. Jubel. Fotos. Jetzt der Tunnel für uns. Noch einige

Ansprachen. Schade, dass einige unserer Leute im Überschwang da jetzt nicht mehr zuhörten und

mit Pokalhaltefotos beschäftigt waren. Denn die Dankes-Rede von einem Mühlheimer an Moni und

Peter war echt schön. Persönlich und ergreifend.

Die Party beginnt. Es wird sofort geschunkelt, welch Überraschung bei soviel Anwesenden aus dem

Schunkelland Nr. 1 (auf diesen Titel sollte man nicht unbedingt stolz sein). Spätestens beim 3. oder 4.

Lied die ersten auf den Bänken. Normalerweise würde ich da “Oje, Frohnatur-Alarm“ sagen, aber

diesmal taugt‘s mir.  Nicht lange und eine Polonaise startet. Unsere Leute reihen sich gleich ein. Erst

einmal unauffällig verhalten… Aber dann, alte Obersee-Bekannte erkennen mich und machen eine

Lücke für mich frei. Also muss ich ran. Und wer hätte das gedacht, es macht echt Spaß!!! Vor allem,

wenn einem die Leute unseres Teams entgegenkommen und auch voll dabei sind.. Man lernt halt nie

aus… Hätte ruhig etwas länger dauern können… Dann die Tombola und eine Fortsetzung der

Erfolgsgeschichte. Immerhin ein Rafting-Gutschein und ein Übernachtungs-Gutschein wurden von

Priska und Celli gewonnen! Während der Rockklassiker (Stichwort Joan Jett, da erinnert man sich

irgendwie ans Ferienlager ca. 1982) war ich glücklicherweise nicht im Zelt. Die Gefahr, da mittun zu

müssen, wäre zu groß gewesen… Renn-Trikots werden wie wild getauscht. Ein Drittel unserer

Mannschaft hat schon WSW-Airdragons-Shirts. Die aber wirklich schön aussehen. Als ca. 22:30 Uhr

einige Leute aufbrachen, schloss ich mich an. Es gäbe ja auch noch ein Viertelfinale der WM im

Fernsehen. Nach 15 min eingeschlafen. Eh nicht schlecht, denn am nächsten Tag war eine

Wanderung angesetzt. Dem Teamgeist zuliebe sollte halb 10 gestartet werden (immerhin konnte ich

das am Vorabend noch von 10 herunter schrauben…). Was für eine größere Sache natürlich viel zu

spät ist, zumal am selben Tag noch nach Wien zurück gefahren werden soll. Nach dem gemeinsamen

Beginn dann relativ schnelle Auftrennung in die Gruppen mit den unterschiedlichen Zielen. Ich

natürlich im “Seespitzen-Team“. Vor zwei Jahren war das ja am Wetter gescheitert. Und auch dieses

Jahr sind wir nicht oben, immerhin etwas weiter, bis zum Oberseitsee. Weiter geht sich heute nicht

mehr aus, wie gesagt, die Rückreise… Und ich bin gerade auch nicht in bester Form… Beim nächsten

Mal müssen wir einfach deutlich eher losgehen.

Die Rückfahrt wieder super anstrengend. Ja, auch für die Mitfahrer auf der Rückbank. Aber kein

Vergleich mit den Leuten am Steuer. Diesen möchte ich diesmal an dieser Stelle dafür danken, dass

man immer die Gelegenheit hat, mitfahren zu können.

Zusammenfassend muss ich noch einmal bekräftigen, dass das Ergebnis ein Wahnsinn war, und sich

möglicherweise nicht so schnell wiederholen lassen wird. Aber, bei uns hat im entscheidenden

Moment einmal alles gepasst und wir haben halt die Gunst der Stunde genutzt… Yeah!

 

PS. Die eingangs gestellte Frage kann man mit “niemand“ beantworten.

PSS. Auch wenn es eigentlich klar erkennbar sein sollte, aber um Spekulationen vorzubeugen: Der

Joker war kein Fremder, sondern unser Steuermann, der, wenn es sein muss, natürlich auch zum

Paddel greift. Und es musste sein.

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