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In der Stadt des Championsleague – Siegers - München 2013

veröffentlicht um 11.06.2014, 16:38 von Thomas K.   [ aktualisiert: 11.06.2014, 16:42 ]

Ende Januar (2014) die Jahreshauptversammlung. Ich hatte ja gehofft, es würde unter den Tisch

fallen, aber dann: Der Hinweis, dass noch kein Bericht zum Rennen in München vorliegt. Ok,

sollte ja nicht so schlimm sein, muss ja nicht zu jedem Rennen sein. Zumal nicht allzuviele dabei

waren.  Aber nein, er wird gefordert. Und das vor Publikum. Also gut, werde ich somit doch noch

machen müssen. Und es wird wieder knapp, steht doch das Rennen in Dresden schon vor der

Tür…

Aber worüber schreiben?


Dass wir schon das dritte Mal hintereinander dort waren?


Dass es wieder super war? Und das trotz des nicht ganz optimalen Wetters. Im Großzelt ließ es

sich aber aushalten.


Dass wir es wieder nicht geschafft haben, beim Saisonabschluss ein volles Boot zu stellen und

das wieder einige LeistungsträgerInnen gefehlt haben?


Dass sich am Vorabend wieder im "Poseidon" getroffen wurde und das Essen wieder gepasst

hat?


Dass die Olympiastrecke automatisch für eine sportliche Atmosphäre sorgt?


Dass wir uns gegenseitig mit den Freunden vom "Frankforder Dorschenanner" ausgeholfen

haben? In deren D-Finallauf durfte ich auch mit ran. Andreas war etwas überrascht, dass die

Sitzbank vor ihm besetzt sein sollte. Seine Frage "Gehst Du auch ordentlich nach vorne?" musste

ich umgehend mit einem "Nachvorngehen wird überbewertet" beantworten. Irgendwie musste

ich da an die "Beinfreiheit" des Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück denken. Hoffen wir mal, dass

 wir nicht so grandios scheitern wie er… Gleichzeitig war mein Gedanke auch "Aha, solide 90er-

Jahre-Technik!", als in den deutschen Kanuvereinen die Kanadierfahrer (-innen dürfte es damals

eher nicht gegeben haben, das hat sich auf Wettkampfebene erst in den letzten Jahren

entwickelt.) in die Drachenboote gesetzt wurden und man versuchte, deren Technik

weitestgehend an die Drachenbootsituation anzupassen. Was ja auch sinnvoll erscheint.

Persönlich habe ich allerdings den Eindruck, dass auf der Sprintstrecke extrem weites Vorbeugen

nicht die optimalste Lösung ist. Irgenwie kann ich da nicht wirklich explosiv Anreißen, die ersten

Zentimeter sind zu langsam, zusehr vom natürlichen Zurückfedern des Oberkörpers geprägt. Bei

etwas weniger Vorlage kann ich bewusster ziehen. Aber, das ist vielleicht auch nur so ein Gefühl.

Felix und Hannes, wir brauchen Euch!! Videos von internationalen Meisterschaften zeigen auch

jede Menge Mannschaften, die weniger Rückenarbeit leisten. Auf der Langstrecke gibt es

natürlich keine Diskussion, da kommt man am Weitvor nicht vorbei. Und: Auf Fotos und Videos

(Technikanalyse!) sieht extrem weites Vorgehen natürlich super aus. Wer geht am weitesten

vor? Bei Männern würden da einige Leute gleich wieder an gewisse Vergleiche denken… ;-)

Dass die 500 m – Rennen wieder sehr lässig waren? Das zweite war eines der schönsten Rennen

der gesamten Saison.


Dass wir am zweiten Tag von Rennen zu Rennen langsamer wurden, was aber auch daran lag,

dass wir jedes Mal weniger Leute im Boot waren?


Dass unser Sommer- und Wettkampfsteuermann Ronny vom "Platzsprecher" aufgefordert

wurde, seinen Pelz auszuziehen? Der Hintergrund wird an dieser Stelle nicht weiter erklärt, da

muss man schon dabei gewesen sein. 


Dass ich der Einzige war, der es wirklich bis nach München schaffte, alle anderen nicht über die

Grenzen Oberschleißheims hinaus kamen? Somit hatte ich mich dann auch für

Rahmschwammerl mit Knödel und gegen All-you-can-eat-panamerikanisch entschieden…


Dass wir zweimal hauchdünn gegen die Frankfurter verloren haben und natürlich schon ganz

gern gegen sie gewonnen hätten? Aber, siehe Punkt 3… Interessanterweise wies uns die

Ergebnisliste in der Gesamtwertung dann vor ihnen aus. Es wurden nämlich die Zeiten der drei

Läufe addiert und da waren wir etwas voran.


Dass wir einen Pokal bekamen ohne richtig zu wissen, wofür eigentlich? Gejubelt wurde

natürlich trotzdem.


Dass die Mehlspeisen wieder gut waren?


Dass wir das erste Mal mit einem Schwiegervater und seinem Schwiegersohn bei einem

Wettkampf waren?  ;-)


Dass durch die 500m – Rennen die Motivation für das Training in der anstehenden,

wettkampflosen, Wintersaison noch einmal neuen Schwung bekam?


Irgendwie fällt mir nichts ein, worüber ich schreiben soll… Deshalb noch einmal kurz

zusammengefasst: Schöner Saisonabschluss! Und mit 20 PaddlerInnen und in Bestbesetzung

wäre sportlich noch etwas mehr drin gewesen…

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