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Knapp vor dem frischgebackenen Meister ;-)

veröffentlicht um 06.12.2018, 17:19 von Thomas K.
Am 15.9. zum Polizeiwasser. Kurze Anreise. Trotzdem gerade so eine komplette Mannschaft.
13 Damen und 7 Herren gingen erwartungsfroh in den ersten 200m-Lauf, welcher dann gleich einmal
nicht so ganz super lief. Der Abstand zu den anderen Teams, besonders den TrencinerInnen und
den PoizeisportlerInnen doch recht groß. Das müsste doch etwas besser gehen! Und ging es
auch, der zweite Lauf war deutlich besser, ca. 1,5 s schneller. Da man ja auch immer etwas die
neben der internationalen Wertung parallel stattfindende Österreichische Meisterschaft im
Blick hat, konnte man wohlwollend feststellen, dass wir diesmal in Schlagdistanz zu den
TitelverteidigerInnen, dem gastgebenden Polizeisportverein waren. Hätten wir nicht unbedingt erwartet,
denn diese hatten ja dieses Jahr ihren Trainingsaufwand deutlich gesteigert und auch nicht ganz
zu vernachlässigen, sie waren mit 12 Herren und 8 Damen am Start, wenn ich mich nicht verzählt
habe. Der dritte Lauf dann der für die österreichischen Teams wichtigste, denn hier wird die
Meisterschaft ausgefahren. Da werden sich wohl alle noch ein bisschen mehr anstrengen.
Obwohl, mehr als 100% geht ja eigentlich nicht... Die Spannung vor dem Start entsprechend
größer als zuvor. Und los geht's! Bei uns leider nicht ganz optimal, den Start können wir besser.
Aber egal, jetzt hilft nur noch Vollgas! Neben uns die PolizeisportlerInnen, eigentlich nicht
soweit weg. Jetzt spürt man, wie ein direktes Duell motivieren kann. Und ja, wir holen auf.
Kontinuierlich. Geht da vielleicht noch was? Jetzt merkt man richtig, dass hier jede/r alles
gibt. Vermutlich bin ich nicht der Einzige, welcher auch die anderen Boote beobachtet... ;-)
Keine Ahnung übrigens, warum sich die Anweisung, der Blick möge sich nur nach vorn richten,
seit vielen, vielen Jahren so hartnäckig hält und warum das "Ablenkung" sein soll. Mich motiviert das
jedenfalls deutlich mehr als Anfeuerungen von den Steuerleuten oder den TrommlerInnen.
Und es wird immer knapper, wir sind schon ganz nah dran. Wird sich das für uns ausgehen?
Hätte nicht gedacht, dass ich mir mal 20 zusätzliche Meter wünschen würde... Und durchs Ziel!
Ein super Lauf! Alle hochzufrieden, obwohl wohl allen klar war, dass es knapp nicht gereicht hat.
Somit wurde mal so richtig die eigene, vielleicht so nicht erwartete, Leistung bejubelt und nicht
wie sonst meist eine irgendwie erhoffte Platzierung. Die restlichen Teams auf Distanz, somit Silber.
Und es war nur eine Drachenhalslänge bis nach ganz vorn!
Kurz danach gleich noch das eigenliche Hauptrennen des Drachenboot Festivals, das internationale Finale.
Noch einmal motivieren. Und was soll ich sagen, diesmal mussten sich die TrencinerInnen
ganz schön anstrengen, um vor uns zu bleiben, wir konnten sie ordentlich unter Druck setzen, was in den
Vorläufen noch nicht möglich war. Und ja, wir konnten den Spieß umdrehen und kamen knapp vor den
Police Dragons, also dem gerade frisch gekührten (ok, die Siegerehrung sollte erst später folgen)
Österreichischem Meister, ins Ziel. Noch einmal Silber, super Geschichte!
Im anschließenden 1000 m Rennen war irgendwie der Wurm drin. Und das lag nicht nur an einer
nicht perfekten Wende, da hat einiges nicht gepasst. Schade, denn beim letzten Training waren
wir gerade auf dieser Mittestrecke super unterwegs und ich hatte gedacht, dass wir hier eigentlich unsere
beste Leistung bringen können sollten. Aber egal, alles in allem ein sehr schöner Wettkampftag.


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