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Paddelnde Wikinger? - Weitenegg 2012

veröffentlicht um 29.10.2012, 15:45 von Thomas K.

"Inmitten einer wunderschönen Landschaft…" lautete die Einleitung des letztjährigen Rennberichts zum Rennen in Weitenegg. Und selbstverständlich war die Landschaft auch heuer noch schön, nur das Wetter war diesmal von der gröberen Sorte. Aber Stefan hatte ja wieder das Zelt dabei und mittlerweile geht das Aufbauen auch schon schneller. Höchst motiviert waren wir so ziemlich die ersten am Ort des Geschehens. Somit freie Platzwahl. Und natürlich den bewährten Platz vom vorigen Jahr genommen.

Und dann kann man ja schön schauen, wer so alles nacheinander eintrudelt und abschätzen, wie groß die Konkurrenz sein wird. Aber was ist da los? Ich sehe Leute der Polizeidrachen, der Uniqa, der Donaudrachen und des Dreambootes in Abständen eintreffen und in Richtung Wasserkante gehen. Werden soviele der bekannten Teams aus Wien und Umgebung antreten? Achso, die Meldeliste zeigt nur die PolizeisportlerInnen. Somit also eine kleine Auswahlmannschaft aus den genannten Vereinen. Das wird wieder knapp werden. Und dann sind da auch noch die Wikinger aus Ybbs, die Gewinner der letzten Jahre. Wir haben es wieder geschafft, eine vollständige Mann-Frau-Schaft aufzustellen. Und so leichte TrommlerInnen hatten wir noch nie! Nein, keine Angst liebe Mädels, die Ihr sonst auf dem Stuhl sitzt, Ihr seid definitiv nicht zu schwer! Sophie und Marie sind ja erst 7 und 9 Jahre alt und knappe 120 cm groß. Hat eigentlich schon einmal jemand die Kleinen gefragt, was sie denken, wenn sie in die ganzen vor lauter Anstrengung verzerrten Gesichter der Erwachsenen schauen? Was bedeutet das für die weitere Persönlichkeitsentwicklung? KuschelpädagogInnen meldet Euch!

Das Halbfinale war ein Wahnsinn. Ein extrem knappes Match um den zweiten Platz mit den Stonefield Dragons. Als wir uns gegenseitig nach dem Rennen zu einem guten Lauf gratulierten und man sehen konnte, dass nur durchtrainierte Männer im anderen Boot gesessen hatten, konnten wir echt stolz sein. Unser Mixed-Team mit einigen Leuten, die ihr erstes Rennen fuhren, hatte sich hervorragend geschlagen. Und als dann auch noch die frohe Kunde kam, dass wir knapp vorn waren, war der Jubel groß.

Dann das Finale. Die Ybbser wie in den Läufen zuvor außer Konkurrenz, das war schon sehr beeindruckend. Dabei dachte ich immer, echte Wikinger haben ihre Langschiffe gesegelt und GERUDERT, zumindest behauptet das die Geschichtsschreibung und das Vikingskipshuset in Oslo... Aber wer war Zweiter, Dritter und Vierter? Man sollte ja nicht zur Seite schauen… Und die Spannung wurde bis zur Siegerehrung aufrecht gehalten. Und ja, wir waren Vierte. Das war doch etwas überraschend, denn der unerlaubte Seitenblick hatte eher Rang 3, möglicherweise sogar 2 vermuten lassen. Aber so ist es bei relativ knappen Rennausgängen immer. Im Halbfinale hätte ich zum Beispiel auch eher auf 3 als auf 2 für uns getippt.

Aber, passt schon. Nicht auszudenken, wenn Ronny (In Ballsportarten würde man an dieser Stelle von Spielertrainer sprechen, aber wie heißt das eigentlich im Paddelsport? Hier fällt mir nur Gelegentlichrennenfahrenderübungsleiter ein, was doch etwas ungelenk daher kommt… Zumal aus dem "gelegentlich" ein "meist" bzw. "immer" werden sollte!) und Juli noch im Boot gesessen hätten, aber die waren ja auf dem Kontinent der Stechpaddelvorbilder (Da wären wir beinahe beim Thema "Pocahontas" angekommen, aber das ist eine andere Geschichte…) unterwegs.

Ach ja, freie Ybbser Paddleroberkörper gab es für die Damenwelt auch noch zu sehen.

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