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Die Wendenkönige - Oberschleißheim 2018

veröffentlicht um 15.02.2019, 16:05 von Thomas K.   [ aktualisiert: 15.02.2019, 16:40 ]

Und zum Saisonausklang noch ein Highlight! Wie die letzten Jahre ging es wieder nach Oberschleißheim

auf die Regattastrecke. Glücklicherweise hatten wir Unterstützung von deutschen PaddelfreundInnen,

sodass wir ein volles Boot an den Start bringen konnten. Am Samstag dann sehr solide zweite Plätze im

B-Finale über 200 m und 500 m, immerhin waren das schweizer Nationalteam, die Oldlake Dragons aus

Ungarn und auch ein Rumpfteam der Greendragons dabei. Sonntag jedoch… Ging es auf die 1650 m –

Strecke, ein Spektakel mit LeMans-Start, d.h. zum Steg sprinten, schnell einsteigen und sofort losfahren.

Und insgesamt drei Wenden. Diesmal hatte ich auch Schuhe angzogen, denn am Steg herrscht ja

bekanntermaßen Rutschgefahr. Eigentlich hatte ich die Wendenfähigkeiten unseres Chefsteuermannes

Ronny immer mal angezweifelt, aber hier, in der Nahkampfsituation, zeigte er sein ganzes Können. Wir

immer auf der Innenbahn in Bojenkontakt, meist mit Kollisionsgefahr, aber dann hat Felix durch eine

Steuerhilfe für deren Vermeidung gesorgt. Waren die unmittelbaren Konkurrenten auf der Geraden auch

etwas schneller, bei den Wenden machten wir entsprechenden Boden gut. Somit konnten wir uns fürs

Finale qualifizieren. Ok, dort waren die Schweizer natürlich eine Nummer zu groß, aber um die folgenden

Plätze entbrannte ein Kampf wie selten. Es gelang die Bavarian Kongs, die noch einmal bedrohlich

nahekamen, auf Distanz zu halten und die Oldlake Dragons, eine Truppe zwar nicht mehr ganz junger,

dafür aber massiver KanutInnen richtig ins Schwitzen zu bringen. Wer weiß, was passiert wäre, wäre die

Strecke noch einige Meter länger gewesen. Sensationell der Kampf und die Rennentwicklung, wer

braucht da schon irgendwelche Sprintrennen… Tolle Sache und ich muss mich korrigieren: In der

Pulkwende ist R. eine Macht, nur bei freien Wenden müssen wir an unserer Taktik noch arbeiten…  ;-)

Ein Dankeschön auch den Steuermann der Ulmer, welcher uns im Vorlauf, als er merkte, dass wir das

schnellere Boot waren, fair Platz gelassen hat.

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