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Unsere Frauen unterstützend – Weitenegg 2013

veröffentlicht um 02.02.2014, 13:38 von Thomas K.   [ aktualisiert: 02.02.2014, 13:40 ]

Weitenegg ist im Vorfeld immer sehr spannend, da man nie weiß, welche Mannschaften teilnehmen

werden. Oder finde ich die Meldeliste nur nicht in den Weiten des Internetzes?  Sollten die Ybbser

Wikinger dabei sein, ist der erste Platz schon weg. Aber möglicherweise ist es für sie ja nicht

besonders spannend, vier Sekunden vor dem restlichen Feld herzufahren. Ob es die

Renngemeinschaft um den PSV wieder geben wird, weiß ich auch nicht, da die typischen

Verstärkungen  vom Dreamboat und diverse Freelancer Österreich an diesem Wochenende bei der

Club-EM in Hamburg vertreten. Werde wohl im Laufe des Tages mal ins Netz schauen, wie es für die

 Truppe dort läuft. Und dann sind ja da auch immer noch die diversen Kraftlackel-Teams aus der

 Umgebung. Diesmal wird es sowieso sehr interessant, in der Doodle-Umfrage stand, dass von uns

12 Frauen und 8 Männer die einstündige Reise antreten werden. Vor einigen Tagen, als das Verhältnis

 10 zu 8 war, dachte ich noch, ok., nehmen wir die ganze Sache einfach mal wieder als

 Wettkampfhärte aneignen, ohne Ambitionen auf Platzierungen. Als sich das Ganze dann in Richtung

 12 zu 8 verschob (Cindy und Sylvia aus Witten waren gerade zufälligerweise in Wien), fand ich es

 wiederum so lässig, dass ich mir dachte, gerade diesmal wäre es schön, wenn wir mal etwas reißen

 würden. Aber, siehe oben…

 

Da der Rennbeginn aufgrund des schlechten Wetters verschoben wurde, galt es, sich die Zeit zu

vertreiben. Um nicht ständig den Mehlspeis- und Schokolade-Verlockungen im Zelt zu erliegen, die

Strecke anschauen. Das sollen 250 m sein? Sieht irgendwie länger aus. Aber vielleicht ist meine

Wahrnehmung nur durch den inneren Drang nach Gemütlichkeit verschwommen.

 

Dann der erste Lauf. Der hört ja nie auf! Ich habe 111 Schläge gezählt, viel mehr als sonst üblich. Also

 ist die Strecke wirklich länger. Aber deutlich gewonnen. Nach Ende der ersten Runde zum Zeit-

Tableau. Und noch einmal die Bestätigung, dass die Strecke länger als 250 m ist: Unsere, aber auch

die Zeiten der anderen Teams ganze 18 (achtzehn!) Sekunden langsamer als letztes Jahr. Und es

 herrschte kein Gegenwind… Es wird wohl ein Zweikampf mit den Pioneerracern werden, einer

Truppe vom Bundesheer. Da müssen wir aber noch etwas zulegen, deren Zeit war besser.

 

Das schafften wir dann auch, sodass wir die besten aus den beiden Qualifikationsläufen waren.

Halbfinale ohne Probleme (was das Ergebnis betrifft, körperlich anstrengend war es natürlich schon).  

Finale! Der Start schon einmal optimal, wir sind vorn. Das Boot läuft sehr gut. Werden wir das ins Ziel

bringen können? Und es sieht gut aus, die anderen kommen nicht näher! Wo bleibt das Ziel, wo

bleibt das Ziel? Wird es unser erster Sieg?!! Paddeln, paddeln, nicht soviel denken! Jawolll!! Das gibt

es doch gar nicht, wir vor den Männerteams! Aber klar, wir trainieren ja doch recht oft und im

Vergleich mit Mannschaften, die das halt nicht machen, muss sich das auch einmal auswirken.

 

Den Beginn der Siegerehrung, diesmal wetterbedingt im Gastronomiezelt, hatte ich verpasst, aber da

alle Teams nacheinander aufgerufen werden, war das nicht so schlimm. Denn, wir werden ja nun als

 Letzte an der Reihe sein. Yeah!!

 

Was war das für eine Blondine im roten Lederoutfit auf der Bühne? Aha, eine "Erotic-Queen", wurde

mir mitgeteilt. Manch einer meinte auch eine "Darstellerin" gewisser Filmchen… Wie auch immer,

jedenfalls wurde aus jedem Team zumindest ein Mann von ihr abgebusselt. Gratulation! Einige

anwesende Partnerinnen der "betroffenen" Männer fanden das nicht ganz so lustig, schien es.

Möglicherweise auch  etwas den teils leicht begeisterten, lüsternen Gesichtern (lag vermutlich nur

am Alkohol ;-) ) auf dem Podium geschuldet.

 

Als wir aufgerufen wurden, ließen wir unsere Damen zuerst aufs Podest. Und ich konnte einige lange

Gesichter bei der versammelten lokalen Kraftkammerprominenz sehen. Man schien doch recht

überrascht ob des hohen Frauenanteils zu sein. Dieser blieb beim Rennen aufgrund der vielen

hochgezogenen Kapuzen teilweise unbemerkt. Auch die Erotic-Queen schien verwirrt. Wem soll sie

jetzt die Busserl aufdrücken? Was wird aus dem Siegerfoto inmitten hochgewachsener,

muskelbepackter Kerle?

 

Ansonsten bleibt mir nur noch "Hipp, Hipp!" in Erinnerung. Warum? Irgendwie gab es noch eine

aufgrund der Tonanlage für mich schwer verständliche Ansage der "Queen". Und um die etwas träge

Masse im Zelt zu motivieren, rief sie lauthals "Hipp, Hipp!" ins Mikrofon. Das "Hurrah!" kam etwas

spärlich. Das funktioniert auf der Erotik-Messe vermutlich besser. Obwohl, da sind die Leute ja mit

Videos drehen und Fotos machen beschäftigt…

 

Und da es der erste Sieg war, an den dann in vielen Jahren (möglicherweise etwas  verklärend)

zurück gedacht wird und man auch nicht weiß, ob wir irgendwann noch einmal ganz oben stehen

werden, erwähne ich hier noch einmal alle, die im Boot gesessen sind. Die legendäre Mannschaft

 sozusagen (mit einer extra Ecke im Traditionszimmer des Vereins…)…:

 

Nina, Michaela, Sigrid, Astrid, Astrid, Juliane, Anca, Priska, Bettina, Cindy, Sylvia, Felix, Helmut, Davor,

Markus, Markus, Ronny, Alexander, Thomas    

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