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Wenn der Rennplan nicht mit dem Flugplan zusammenpasst - Museumsuferfest Frankfurt 2018

veröffentlicht um 10.10.2018, 11:28 von Thomas K.
Ende August ein Ausflug nach Frankfurt. Einige von uns waren vor drei Jahren schon einmal dabei. Damals war es eine reine Legionärspartie, diesmal sollten wir als Team anreisen. 
Ganz komplett waren wir nicht, was aber kein Problem war, denn die Lufthansa Drachenflieger hatten uns eingeladen und im Zweifelsfalle Unterstützung zugesagt. Außerdem sind 
die Kontakte nach Frankfurt über unseren Freund Oliver generell sehr gut. Für diejenigen, die es noch nicht wissen, das Museumsuferfest ist ein großes Volksfest
auf beiden Seiten des Mains mit zehntausenden Besuchern und jeder Menge Bühnen, Gastroständen usw. Zum Abschluss ein großes Feuerwerk. Und ein Bestandteil des Festes
ist seit vielen Jahren das Drachenbootrennen. Sehr passend auch, dass ein Großteil von uns beim "Frankfurter Ruder- und Kanusportverein Sachsenhausen von 1898" untergebracht
war, also auch einem Verein, in welchem gerudert und gepaddelt wird...
Am Samstag, dem Tag des Open-Wettbewerbs, eine ungewöhnliche Situation, waren wir doch in verschiedenen Mannschaften im Einsatz. Fünf von uns in der MANNschaft der
United Powers of Bembeltown, die anderen im Mixed Team der United Powers of Bembeltown. Das reine Männerteam war Favorit, setzt es sich doch aus Paddlern verschiedener
Vereine zusammen. Und der Rolle wurden wir gerecht, die Läufe wurden deutlich gewonnen. Und da wären wir auch schon bei der Ambivalenz der Sache angekommen.
Natürlich ist es schön, in einem richtig schnellen Boot mitfahren zu dürfen, aber irgendwie fehlt ein bisschen die Spannung, wenn der Vorsprung zu deutlich ist.
Und der Jubel fällt dann auch nicht ganz so groß aus. Das Mixed Team schlug sich auch hervorragend und gewann das B-Finale.
Am Sonntag dann der Mixed-Wettbewerb, hier treten wir als Vienna Dragons an, mit Frankfurter Unterstützung. Schön, mal wieder mit Annett und Andre zu fahren! Es läuft super,
schaffen wir es doch, unseren Vorlauf zu gewinnen und uns direkt für das Halbfinale zu qualifizieren. Und nebenbei haben wir unsere Freunde von den Drachenfliegern in die
Schranken gewiesen, immerhin SpezialistInnen auf der für uns ungewöhnlichen 440m - Strecke. Im Halbfinale wird es wohl maximal um Platz zwei gehen, sind doch die
Neckar-Drachen aus Böckingen am Start, der wohl international erfolgreichste deutsche Drachenbootverein. Sie waren zwar nicht in voller Kampf-Besetzung vorort, lieferten
aber trotzdem eine Machtdemonstration ab. Aber der zweite Platz wurde erreicht, knapp vorm Frankforter Dorschenanner. Also Finale. Aber nun ein Problem. Der nicht gerade
Weiteanreisefreundliche Rennplan sieht das Finale für 18:45 vor (am Sonntag!), vier unserer Leute hatten jedoch einen Flug für 19:40 gebucht und mussten weg, zusätzlich 
reisten auch noch zwei andere aus Termingründen schon mit dem Auto ab. Glücklicherweise konnten wir uns auf weitere Frankfurter Unterstützung verlassen, einige Freunde vom Frankforter
Dorschenanner sprangen direkt nach ihrem kleinen Finale bei uns ins Boot, sodass wir 20 Paddlerinnen aufbieten konnten. Für einen Podestplatz reichte es leider nicht
ganz, wir wurden Vierte, aber viel hat nicht gefehlt.
Lustig war, auf der Rückreise im Nachtzug Rudi und Kathi zu treffen, die gerade von einer Hochzeit zurück nach Wien unterwegs waren. Wir waren in direkt nebeneinanderliegenden
Abteilen, haben das aber erst am Morgen gemerkt... Und der Zug hatte 146 min Verspätung...
Vielen Dank unseren Frankfurter Freunden für die Gastfreundschaft, besonders auch noch einmal den Drachenfliegern für die gemütliche Runde Samstagabend (Das erste mal, dass
ich Grüne Soße gegessen habe! Passt perfekt zum gekochten Ei. Wird beim nächsten Mal wieder bestellt. Dass ich dachte, da wären Gurken drin, ist mir jetzt noch peinlich...)
und vor allem auch für die tolle Verpflegung am Sonntag am Gelände.
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